FDA verleiht Krebstherapie von Repertoire Fast Track-Status

Schlieren ZH/Cambridge – Repertoire hat von der US-Zulassungsbehörde FDA den Fast Track-Status für die Behandlung von triple-negativem Brustkrebs mit seinem neuartigen Immuntherapeutikum erhalten. Das könnte dessen Zulassung beschleunigen. Der Antikörper wird derzeit bereits am Menschen getestet.

(CONNECT) Die Food and Drug Administration (FDA) der USA hat dem neuartigen, bispezifischen Immuntherapeutikum mit dem Studiennamen RPTR-1-201 von Repertoire Immune Medicines den Fast Track-Status verliehen, und zwar zur Behandlung von triple-negativem Brustkrebs (TNBC). Das hat das Biotech-Unternehmen jetzt mitgeteilt. Es hat seinen Hauptsitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts und ist in der Schweiz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässig.

Diese besonders aggressive Form des Mammakarzinoms tritt etwa bei jeder sechsten Patientin auf, vornehmlich bei jüngeren Frauen. Es gilt als besonders schwer zu behandeln, weil ihm drei Merkmale für zielgerichtete Therapien fehlen, weshalb es als dreifach-negativer Brustkrebs bezeichnet wird.

„Patientinnen mit fortgeschrittenem TNBC stehen nach dem Fortschreiten der Erkrankung unter Standardtherapien oft nur noch wenige Behandlungsoptionen zur Verfügung“, wird Repertoires Medizinischer Direktor Robert Andtbacka, in der Mitteilung zitiert. „Die Fast Track-Zulassung unterstreicht die Schwere dieser Erkrankung und den ungedeckten Bedarf an neuen Therapieoptionen.“ Dieser Status ermöglicht ein beschleunigtes Verfahren mit verkürzten Prozessen, verringerten Wartezeiten und schnellerer Entwicklung, auch mittels eines begleitenden intensiven Austauschs mit der FDA.

RPTR-1-201 wurde mithilfe der DECODE-Plattform von Repertoire entdeckt. Dabei handelt es sich um eine T-Zell-Rezeptor-spezifische Therapie. Sie lenkt die körpereigenen T-Zellen einer erkrankten Person um, richtet sie auf ein gemeinsames, tumorspezifisches Ziel aus und tötet die Tumorzellen auf diese Weise ab. Im Gegensatz zu vielen anderen T-Zell-gerichteten Therapien, die sich auf bekannte und für einen einzelnen Tumortyp spezifische Antigene konzentrieren, bindet der neue Wirkstoff an einen Molekülabschnitt (Epitop), der in verschiedenen soliden Tumoren vorhanden ist und damit gegen mehrere Tumoren eingesetzt werden könnte.

RPTR-1-201 wird derzeit in einer klinischen Phase-1/2-Studie an Personen mit fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht – als Monotherapie und in Kombination mit einer Behandlung, die das PD-1-Protein auf T-Zellen blockiert. Die Studie findet in Europa und den USA statt. ce/mm

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