Endogena testet Therapie gegen vererbte Erblindung

Schlieren ZH/Toronto/Los Angeles – Endogena hat in einer klinischen Studie den ersten Patienten mit seinem neuen Wirkstoff gegen Retinitis pigmentosa behandelt. Er soll die Sehfähigkeit erhalten oder wiederherstellen. Endogena gehört zur Rejuveron Gruppe. Sie ist im Bio-Technopark Schlieren-Zürich und in Toronto tätig.

Endogena Therapeutics testet seinen Hauptwirkstoff gegen die langsame und fortschreitende Degeneration der Netzhaut, die zum Verlust des Sehvermögens führt. Das in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Life Sciences-Unternehmen hat einer Medienmitteilung zufolge einen ersten an Retinitis pigmentosa (RP) erkrankten Patienten im Rahmen seiner Studie der Phase 1/2a behandelt.

Endogena gehört zur Unternehmensgruppe Rejuveron Life Sciences. Sie ist in ihren Laboreinrichtungen im Bio-Technopark Schlieren-Zürich und im Innovationsinkubator JLABS von Johnson & Johnson in Toronto in der kanadischen Provinz Ontario tätig.

RP ist eine der Hauptursachen für vererbte Blindheit, gegen die es für die meisten Betroffenen – weltweit etwa 1,5 Millionen – keine Behandlung gibt. Der neuartige niedermolekulare Ansatz von Endogena aktiviert körpereigene Stamm- und Vorläuferzellen der Netzhaut. Diese differenzieren sich zu Photorezeptoren aus. So soll die Sehfunktion erhalten oder wiederhergestellt werden. „Zum ersten Mal sind wir in der Lage, RP-Patienten echte Hoffnung zu geben“, wird Endogena-CEO Matthias Steger zitiert.

Die auf Künstlicher Intelligenz basierende Plattform von Endogena zur Entdeckung von Arzneimitteln zielt auf Therapien gegen degenerative Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Altern und genetischen Störungen. Unter anderem steht ein Medikament zur Behandlung der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kurz vor vorklinischen Studien. mm

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