AL-S Pharma berichtet an Konferenz in Kopenhagen über positive Phase-2-Studie

Schlieren ZH/Kopenhagen – Dr. Angela Genge, die medizinische Direktorin von AL-S-Pharma, hat am 19. März 2026 bei der Alzheimer und Parkinson-Konferenz in Kopenhagen die ermutigenden Ergebnisse der klinischen Phase-2-Studie für einen Antikörper gegen ALS vorgestellt. Die Phase-3-Studie soll Ende 2026 beginnen.

(CONNECT) AL-S Pharma hat an der Alzheimer’s & Parkinson’s Conference in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zusätzliche Phase-2-Daten für seinen Antikörper AP-101 präsentiert. Am Morgen des 19. März 2026 informierte Dr. Angela Genge, die medizinische Direktorin des in Schlieren ansässigen Biotech-Unternehmens AL-S Pharma, laut einer Mitteilung die Teilnehmenden in ihrem Vortrag über die ermutigenden Ergebnisse dieser randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Untersuchung. Sie war in den USA, in Kanada, Grossbritannien, Südkorea und der Europäischen Union durchgeführt worden.

AP-101 richtet sich gegen das Fortschreiten der amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, die mit zunehmender Muskelschwäche und Muskelschwund einhergeht. Die Überlebenszeit beträgt im Mittel etwa drei bis fünf Jahre.

Konkret zielt der Antikörper auf eine bestimmte genetische Ursache der ALS, nämlich eine Fehlfaltung im Superoxid-Dismutase-1 (SOD1)-Gen. Die globale Phase-2-Studie bestätigte den Angaben zufolge die Sicherheit und Verträglichkeit von AP-101. Demnach verlängerte eine frühzeitige Behandlung mit dem Antikörper die Überlebenszeit und zögerte die Notwendigkeit einer Beatmung hinaus. Dies sei mit einer Stabilisierung der Erkrankung einhergegangen.

„Diese Daten zeigen etwas, das wir bei ALS selten sehen – objektive Belege für eine klinisch bedeutsame Krankheitsmodifikation, die direkt mit einem verlängerten Überleben korreliert“, sagte Dr. Genge auf der Konferenz. „Die Ergebnisse der Phase-2-Studie mit AP-101 bestätigen die Hypothese, dass die gezielte Hemmung von fehlgefaltetem SOD1 ein krankheitsmodifizierender Ansatz bei ALS ist.“

Die klinische Phase-3-Studie ist in Vorbereitung und soll Ende 2026 beginnen. AP-101 hat von der US-Kontrollbehörde Food and Drug Administration (FDA), der Europäischen Arzneimittel-Agentur und Swissmedic bereits den Orphan-Drug-Status für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren erhalten.

AL-S Pharma wurde 2016 vom Biotech-Unternehmen Neurimmune und dem kanadischen Risikokapitalfonds TVM Capital Life Science aus Montreal gegründet und wird seither von beiden finanziert, um AP-101 zur Marktreife zu bringen. AL-S Pharma ist bei seiner Muttergesellschaft Neurimmune ansässig. Das 2006 aus der Universität Zürich ausgegliederte Unternehmen hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

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