Memo Therapeutics veröffentlicht Studie zu BK-Viren bei Nierentransplantierten

Schlieren ZH/Evanston – Memo Therapeutics zeigt in einer qualitativen Studie die Auswirkungen des BK-Virus auf die Lebensqualität von nierentransplantierten Personen. Das dadurch verbesserte Verständnis soll auch einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Therapieergebnisse darstellen.

(CONNECT) Das Biotech-Unternehmen Memo Therapeutics hat gemeinsam mit der in Evanston im US-Bundesstaat Illinois ansässigen Northwestern University eine Studie zur Auswirkung von BK-Viren auf die Lebensqualität von Nierentransplantierten erarbeitet. Dafür wurden laut einer Mitteilung die Erfahrungen von zwölf betroffenen Personen erfasst. Diese qualitative Studie wurde in der Fachzeitschrift „Journal of Patient-Reported Outcomes" publiziert.

Betrachtet wurden dabei körperliche und sonstige Beeinträchtigungen des Lebens, emotionale Belastungen sowie Interaktionen der Patientinnen und Patienten mit dem Gesundheitssystem. Ziel war es, die Versorgung der Patienten wie auch die Aufklärung vor dem operativen Eingriff zu verbessern. Neben einem besseren Krankheitsmanagement soll die Studie auch zu einer besseren sozialpsychologischen Unterstützung führen.

„Das Verständnis der Auswirkungen des BK-Polyomavirus auf den Alltag von Nierentransplantierten hilft uns, Bereiche zu identifizieren, in denen wir Patienten während ihrer Behandlung besser unterstützen können“, wird Courtney Hurt, leitende Projektmanagerin an der Feinberg School of Medicine der Northwestern University, in der Mitteilung zitiert. „Dieses konzeptionelle Modell bildet die Grundlage für die Entwicklung von patientenberichteten Ergebnismessungen, die wirklich widerspiegeln, was Nierentransplantierten wichtig ist.“ CMO Jürgen Beck zeigt sich überzeugt, dass die Studie „ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse und der Lebensqualität“ ist.

Das von Memo Therapeutics entwickelte Medikament Potravitug war im Dezember 2025 seitens der EU als Orphan-Drug für Therapien gegen seltene Krankheiten ausgewiesen worden. Bereits 2023 hatte Potravitug von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDAden Status als Fast-Track-Produkt erhalten. Das Mittel, ein humaner monoklonaler Antikörper, zielt auf die Bekämpfung des BK Polyomavirus vor allem bei nierentransplantierten Personen. 

Memo Therapeutics ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und hat seinen Sitz im Bio-TechnoparkSchlieren-Zürich. ce/ww

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