Biognosys forscht mit Michael J. Fox-Stiftung an Parkinson
Schlieren ZH/New York – Die Biognosys Group aus Schlieren ist neu Teil der globalen Kooperation LITE der Michael J. Fox Foundation. Die rund 50 Partner arbeiten in offenem Austausch an Biomarkern für das Ziel-Gen LRRK2, das als vielversprechender Therapieansatz gegen Parkinson gilt.
(CONNECT) Biognosys hat seine Zusammenarbeit mit der Michael J. Fox Foundation (MJFF) zur Förderung der Parkinson-Forschung bekanntgegeben. Im Rahmen des globalen Kooperationsprojekts LITE (LRRK2 Investigative Therapeutics Exchange) der Stiftung will die im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässige Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit ihren Proteomik-Plattformen SISCAPA und TrueSignature dazu beitragen, bessere Biomarker für die Parkinson-Krankheit zu entwickeln. Dabei geht es darum, die Entwicklung von Therapien, die auf LRRK2 abzielen, zu beschleunigen und zuverlässige Biomarker zu identifizieren und zu optimieren.
Wenn Veränderungen oder Mutationen im LRRK2-Gen auftreten, kann das Protein überaktiv werden und normale Zellprozesse stören. Diese Mutationen zählen zu den bekanntesten Ursachen der erblichen Parkinson-Krankheit. Von einer LRRK2-hemmenden Therapie könnten darüber hinaus jedoch noch erheblich mehr Personen profitieren. Denn zunehmende Hinweise deuten darauf hin, dass ein überaktiver LRRK2-Signalweg auch bei Menschen ohne erbliche Mutationen zu Parkinson beitragen kann.
Doch die Entwicklung von Biomarkern zur Messung der Aktivität von LRRK2 hat sich als äusserst schwierig erwiesen. Hier will Biognosys einen entscheidenden Beitrag leisten: Das Unternehmen geht davon aus, dass seine hochempfindlichen, zielgerichteten Proteomik-Plattformen SISCAPA und TrueSignature dafür geeignet sind, die kooperative Forschung zu beschleunigen. Zu diesem Zweck haben sich im LITE-Projekt über 50 Partner aus Wissenschaft, Industrie und Klinik dazu verpflichtet, ihre Ressourcen, Bioproben, Werkzeuge und Ergebnisse von Anfang an nahezu in Echtzeit zu teilen.
„Eine erfolgreiche klinische Entwicklung erfordert nicht nur vielversprechende Therapieansätze, sondern auch zuverlässige Instrumente, um zu messen, ob diese Therapien die beabsichtigte biologische Wirkung erzielen“, wird Dr. Oliver Rinner, Senior Vice President von Biognosys, zitiert. „Durch die Kombination der Expertise von Biognosys im Bereich der hochsensitiven, quantitativen Proteomik mit dem kollaborativen LITE-Rahmenwerk der MJFF wollen wir die Entwicklung von Biomarkern beschleunigen, die die Parkinson-Medikamentenentwicklung sinnvoll steuern und das Risiko klinischer Studien minimieren können.“ ce/mm