DiNAQOR kooperiert mit Forschungsinstitut in Australien

Schlieren ZH/Westmead – Das Gentherapie-Unternehmen DiNAQOR forscht mit dem Children’s Medical Research Institute in Australien an neuartigen herzspezifischen Kapsiden. Damit wird eine Gentherapie direkt in den menschlichen Herzmuskel geleitet.

Das Schlieremer Gentherapie-Unternehmen DiNAQOR mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich und das Children’s Medical Research Institute (CMRI) im australischen Westmead haben eine Kooperation zur Entwicklung neuartiger herzspezifischer Kapside vereinbart. Laut Medienmitteilung sollen neuartige biotechnisch hergestellte Kapsiden entwickelt werden, um eine Gentherapie direkt in den menschlichen Herzmuskel zu leiten. Kapsiden oder „kleine Kapseln“ sind Proteinstrukturen eines Virus, die zum Transport von Genmaterial direkt in Zellen verwendet werden. Während das der Universität Sydney angegliederte CMRI über grosse Bibliotheken von Kapsiden verfügt, bringt DiNAQOR seine EHT-Technologie (Engineered Heart Tissue) zur Herstellung künstlichen Herzgewebes ein. DiNAQOR erhält laut der Mitteilung Optionsrechte an den gemeinsam entwickelten Kapsiden für die Bereiche Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen.

CMRI sein ein „Pionier auf dem Gebiet der Gentherapie“ wird Eduard Ayuso, Technologiechef bei DiNAQOR, zitiert. „Unser Ziel ist es, neue Kapside zu entwickeln, die bei niedrigeren Dosen effizienter auf das Herz wirken können.“ Johannes Holzmeister, Vorsitzender und CEO von DiNAQOR, spricht laut der Mitteilung von einer „spannenden Zusammenarbeit“. CMRI habe „ein hervorragendes Team“, wird er zitiert. Leiter des CMRI-Team ist Professor Leszek Lisowski, Experte für virale vektorbasierte Gentherapien. „Wir sind optimistisch, dass neuartige Kapside, die mit dem LRP-System von DiNAQOR verabreicht werden, die Grundlage für neuartige fortschrittliche Therapien bilden werden, die Millionen von Patienten weltweit zugutekommen werden“, wird Lisowski zitiert.

Das LRP-System – loko-regionale Perfusion – von DiNAQOR ermöglicht es, Gentherapien direkt in den Herzmuskel zu bringen und so die biologische Verteilung zu maximieren. Dieser neue Ansatz, der bereits in mehreren präklinischen Studien eingesetzt wird, kann laut der Mitteilung mögliche unerwünschte Wirkungen einer systemischen Gentherapie minimieren und gleichzeitig die Kosten senken. gba 

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