InSphero bietet neu humane neuronale 3D-Mikrogewebe an

Schlieren ZH – InSphero bietet Laboren für die Entwicklung von Arzneimitteln neu menschliche neuronale Mikrogewebe zur In-vitro-Sicherheitsbewertung des zentralen Nervensystems an. Damit können in den Studien Neurotoxizität und funktionelle Beeinträchtigungen früh sichtbar werden.

(CONNECT) InSphero ermöglicht in der Medikamentenentwicklung mit seinem neuen Produkt 3D-InSight eine frühzeitige Sicherheitsbewertung für das zentrale Nervensystem. Der weltweit tätige Anbieter von 3D-zellbasierten Testverfahren und Organ-on-a-Chip-Systemen für die Labormedizin bietet es gebrauchsfertig an: Das kortikale, also die Grosshirnrinde imitierende neuronale 3D-Mikrogewebe ist in sogenannten Laborloch- oder Mikrotiterplatten mit gängigen 96 oder 384 Vertiefungen erhältlich.

Menschliche neuronale Mikrogewebe sind dreidimensionale Sphäroide, die die Architektur, die Zell-Zell-Interaktionen und die funktionelle neuronale Netzwerkaktivität von Hirngewebe besser nachbilden als herkömmliche zweidimensionale In-vitroKulturen. Sie spiegeln laut einer Mitteilung des im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässigen Unternehmens die komplexe neurale Biologie wider, mit denen in skalierbaren neurotoxischen Screenings geprüft werden kann, wie unbedenklich ein Wirkstoff für das zentrale Nervensystem des Menschen ist.

Mithilfe der Mikrotiterplatten, die pro Vertiefung ein Mikrogewebe enthalten, kann den Angaben zufolge sofort mit dem Screening und mit Langzeitstudien von bis zu vier Wochen begonnen werden. Das erspart Biotech-Firmen den Zeitaufwand, die Kosten und die Komplexität einer eigenen 3D-Modellierung und lässt im Studienverlauf frühzeitige Rückschlüsse auf die Neurotoxizität und funktionelle Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems zu. 

Dabei haben Labore die Möglichkeit, je nach ihren experimentellen Zielen zwischen zwei vordefinierten Neuron-zu-Astrozyten-Verhältnissen und Zellzahlenformaten auszuwählen. Funktionelle Daten können durch Calcium-Bildgebung oder Elektrophysiologie ausgelesen werden. Die Mikrogewebe bleiben bis zu acht Wochen lang lebens- und funktionsfähig. Dies unterstützt eine Langzeitbehandlung mit Medikamenten, die der klinischen Dosierung entspricht. 

InSphero wurde 2009 aus der Universität Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ausgegliedert. ce/mm

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