UZH forscht an effizienterer Nutzung von Blutstammzellen

Zürich/Schlieren ZH/Santa Cruz – Forschende der Universität Zürich (UZH) und der Universität von Kalifornien suchen nach Optionen, die Funktion von Blutstammzellen bei Transplantationen zu verbessern. Hierfür erforschen sie, wie das „aktivierte Protein C (aPC)“ genannte Protein den Metabolismus menschlicher Blutzellen beeinflussen kann.

(CONNECT) Forschende des im Bio-Technopark Schlieren-Zürich ansässigen Instituts für Regenerative Medizin (IREM) der Universität Zürich (UZH) suchen nach Möglichkeiten, die Funktion der für Gentherapien wichtigen menschlichen Blutstammzellen für Transplantationen zu verbessern, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Unterstützt werden sie dabei von der amerikanischen Universität von Kalifornien in Santa Cruz. Blutstammzellen werden bei Knochenmarktransplantationen und Gentherapien bei der Behandlung von Bluterkrankungen genutzt. Bei der notwendigen Bearbeitung vor solchen Transplantationen verlieren sie aber einen Teil ihrer Regenerationsfähigkeit. 

Die Forschenden haben laut der Mitteilung nun die Signalwege untersucht, die den Metabolismus der Blutzellen beeinflussen. Dabei stellten sie fest, dass zwei Proteine, das aktivierte Protein C (aPC) und das für die Blutgerinnung mitverantwortliche Thrombin, am selben Zellrezeptor, dem Protease-aktivierten Rezeptor 1 (PAR1), andocken. „Obwohl beide Moleküle denselben Rezeptor, PAR1, aktivieren, führen sie zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen“, wird Erstautor Simon Pöllmann vom IREM in der Mitteilung zitiert. „Wir konnten zeigen, dass aPC die Blutstammzellen dabei unterstützt, in einem ruhenden und geschützten Zustand zu verbleiben.“ Ferner zeigten die Untersuchungen an Tiermodellen, dass mit APC behandelte Zellen mehr Blutstammzellen erzeugten und auch nach mehreren Transplantationen eine bessere Fähigkeit zeigten, die Blutbildung aufrecht zu erhalten. Die aktuelle Studie wurde in der Fachzeitschrift „Embo Molecular Medicine“ publiziert. ce/eb

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